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Reform des Chèque-Service Accueil: Was sich für Familien ändert

Die CSA-Reform verspricht bis zu 5.000 € Ersparnis pro Jahr und einen garantierten Betreuungsplatz für jedes Kind bis 2030. Das sollten Sie wissen.

Am 12. Januar 2026 stellte der Minister für Bildung, Kinder und Jugend, Claude Meisch, die Reform des Chèque-Service Accueil (CSA) vor. Eine grundlegende Neugestaltung, die auf vier Säulen basiert: finanzielle Entlastung, garantierte Plätze, verstärkte Kontrolle und verbesserte Qualität.

Hier erfahren Sie, was sich ändert.

Erhebliche finanzielle Entlastung

Das ist die zentrale Maßnahme: Der Staat übernimmt künftig zwei Drittel der Kosten, die bisher von den Eltern getragen wurden.

Konkret kann dies je nach Ihrer Situation mehrere Tausend Euro Ersparnis pro Jahr bedeuten. Das Ministerium nennt folgendes Beispiel: Ein Haushalt mit einem Einkommen von 2 bis 2,5 Mal dem sozialen Mindestlohn und einem 2-jährigen Kind in einer nicht-konventionierten Krippe könnte bis zu 5.064 € pro Jahr sparen.

Insgesamt belaufen sich die Einsparungen für alle luxemburgischen Haushalte auf 79 Millionen Euro pro Jahr.

Transparentere Abrechnung

Schluss mit bösen Überraschungen auf der Rechnung. Die Reform führt einheitliche Abrechnungsregeln ein:

  • Abrechnung nach tatsächlichen Stunden: Sie zahlen nicht mehr für ein Stundenkontingent, sondern nur für die tatsächlich genutzten Stunden.
  • Keine Zusatzgebühren mehr: Betreuungseinrichtungen dürfen keine zusätzlichen Gebühren mehr erheben.
  • Einheitliche Tarife: Dieselben Regeln gelten für alle Bildungs- und Betreuungseinrichtungen.

20 Gratisstunden auch für Tagesmütter und -väter

Gute Nachricht für Familien, die individuelle Betreuung bevorzugen: Die 20 kostenlosen Betreuungsstunden pro Woche, die bisher Krippen vorbehalten waren, werden auf Tagesmütter und -väter (Assistants parentaux) für Kinder von 1 bis 4 Jahren ausgeweitet.

Diese Maßnahme soll diese wohnortnahe Betreuungsform aufwerten und den Familien mehr Flexibilität bieten.

Ein garantierter Platz für jedes Kind bis 2030

Die Regierung bekräftigt ihr Engagement: Jedes Kind, das einen Betreuungsplatz benötigt, wird bis 2030 einen erhalten.

Um dieses Ziel zu erreichen, erhöht der Staat seinen Beitrag an die Betreuungseinrichtungen von 6 € auf 7 € pro Stunde und Kind. Außerdem wird ein Mietzuschuss eingeführt, um die Einrichtungen bei ihren Mietkosten zu unterstützen.

Eine neue Agentur für Qualität

Eine völlig neue öffentliche Verwaltung wird geschaffen: die Agentur für Qualitätsentwicklung im Kinder- und Jugendbereich (AQUEN).

Ihre Aufgaben:

  • Nachhaltige Stärkung der Betreuungsqualität
  • Förderung pädagogischer Innovation
  • Professionalisierung der Fachkräfte durch Weiterbildung

Auch der Betreuungsschlüssel wird angepasst und Tagesmütter und -väter werden entsprechend ihrer Qualifikation besser anerkannt.

Verstärkte Kontrolle

Um sicherzustellen, dass die öffentlichen Mittel ihren Zweck erfüllen, sieht die Reform Folgendes vor:

  • Klare und einheitliche Regeln für alle Anbieter
  • Verstärkte Kontrollen
  • Ein Verbot der Kombination von CSA mit Vollzeit-Elternurlaub

Was es den Staat kostet

Die Finanzierung dieser Reform ist erheblich:

  • 41 Millionen Euro im Haushalt 2026 (für die Erhöhung des Beitrags von 6 auf 7 €)
  • Weitere 300 Millionen Euro pro Jahr ab 2030, wenn alle Maßnahmen vollständig umgesetzt sind

Wann tritt es in Kraft?

Die wichtigsten Maßnahmen treten ab 2027 in Kraft. Das Ziel, jedem Kind einen Platz zu garantieren, ist für 2030 festgelegt.

Was ist der CSA?

Zur Erinnerung: Der Chèque-Service Accueil ist ein System, das Eltern ermöglicht, vergünstigte Tarife in Betreuungseinrichtungen (Krippen, Maisons relais, Mini-Krippen, Tagesmütter/-väter) zu erhalten.

Seit 2016 steht er auch Kindern von Grenzgängern offen.

Im Jahr 2023 profitierten 61.500 Kinder im Alter von 0 bis 11 Jahren vom CSA, bei einer Investition von 725 Millionen Euro.

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